«Mein Pinot soll elegant, feingliedrig und tiefgründig sein und seine Struktur von Harmonie geprägt. Wie bei einem grossen Orchester: Man soll alles spüren, aber nichts darf hervorstechen.»

Der Weg zum Wein
Sven Fröhlich wurde 1967 in Berlin geboren und wuchs an der Ostsee auf. Sein erster Beruf war Fernmeldemonteur. 2004 zog er aus Berlin in die Schweiz, und 2007 kam er als Praktikant zu Thomas Studach nach Malans — hier entdeckte er seine Leidenschaft für den Weinbau.
Die Lehre absolvierte er bei den Familien Ueli und Jürg Liesch auf dem Weingut Treib in Malans sowie in Thayngen. Die Liebe zum Pinot war geboren. Am nachhaltigsten geprägt haben ihn Martha und Daniel Gantenbein mit ihrem aussergewöhnlich hohen Qualitätsbewusstsein und ihrer Liebe zum Detail — die Messlatte für konsequent genaues Arbeiten war damit gesetzt.
Weitere Erfahrungen sammelte er bei der Familie Lipp in Maienfeld, bei Christian Hermann, auf dem Schloss Salenegg und bei Georg Schlegel — allesamt in der Bündner Herrschaft ansässig.
Die Hummel
Den Grundstein zur Selbständigkeit konnte 2015 gelegt werden, als ihm eine Familie in Jenins eine erste kleine Parzelle mit 300 Rebstöcken anvertraute. Die Parzelle wurde nach dem ersten Tier benannt, das darin entdeckt wurde — die Hummel. Dieser Sympathieträger begleitet Sven seither nicht nur bei der Arbeit, sondern ziert auch sein Etikett.
Seit Anfang 2018 ist Sven Fröhlich stolzer Pächter einer Hektare Rebland in Fläsch. Gleichzeitig erhielt er die Chance, in Malans den ehemaligen Keller von Thomas Studach zu mieten, in welchem er seinen Wein selber keltert. Mittlerweile konnte er seine Pacht auf 1,4 Hektar ausweiten.
Philosophie
Sein Pinot Noir soll elegant, feingliedrig und tiefgründig sein — die Struktur von Harmonie geprägt. Säure, Tannin und der Weichkomplex bilden eine Einheit. Ein Wein mit Seele, der die Menschen berührt.
Sein Riesling x Sylvaner ist trocken, schlank, mineralisch und von einer schönen Säure geprägt. Das Aroma zeichnet sich durch Noten von Agrumen und Düfte von Blüten aus — ein eigenständiger Wein.
Im Rebberg wird konsequent von Hand gearbeitet. Immer wieder gehen Sven und seine Familie — Claudia und Ingrid — durch die Reben und schneiden Trauben weg, die nicht den Ansprüchen genügen. Vor der Ernte sollen alle Trauben einzeln hängen, ohne einander zu berühren.





